| Hoho. Wir sind angelangt.
Wir wollen jetzt Kohle sehen.
Ja, wir hatten bis hier her Spaß. Ja, das Bisherige lief
für ein Schulterklopfen.
Wir machen nun nicht mit bei "Wettbewerben":
99 Leute tischen gratis was auf, einer holt einen Preis. Hätten alle Hundert
das gleiche faire Honorar bekommen, hätte diese Publikumsverkostung namens
"Wettbewerb" den Veranstalter das Zehnfache gekostet.
Wir machen nicht bei Aufrufen von Veranstaltern mit:
"Seid kreativ! Zeigt euch!" - und von Honorar ist keine Rede. Das Artist
Taxi hat sich gezeigt. Hat sich erklärt. Ist wunderbar durchgefahren. Ist
ein konkretes Ding gewesen und lässt sich ab 2015 konkretisieren für:
2000 Euro Mieten und Material
3000 Euro Werbung
2000 Euro Honorar an Chris Mennel
7000 Euro sind also der Etat für das nächste Artist
Taxi, wo auch immer, wie auch immer. Und eines garantiere ich: Die
Inflation. Artist Taxi wird bei Folgeaktionen garantiert teurer als oben
dieser "einmalige Einführungspreis". Der gilt nur einmal, für "Artist Taxi
7" (virtuelle Tour > Testtour > Happening > Autokino > Faschingsumzug fanden
bereits statt).
Tour 6 ist für eine "Nacktour" reserviert. Nur
mit einem T: NACK = "Närrischer Auto Clown Konvoi", Ja, wir bemalen uns
vermutlich, es möge warm sein, und Kleider sind da
nicht nötig. Das Konzept steht bereits, aber nicht hier im Internet :-)
reserviert - die sechste Tour machen wir noch gratis.
Städtische
Kulturförderung: Welt der Streicheleinheiten und der Bettler
Das Problem: Die Stadt, wenn sie von typischen
Interessengruppen verwaltet, bestimmt und eben im kulturellen Bereich platt
gehalten wird, bezahlt nur Dinge, die lieb und nett sind (Ja, Christoph
Schlingensief, das bliebst du).
Artist Taxi äußert sich in seinem Zukunftskonzept aber
spöttisch, gar garstig ("Grausige Glanzlichter der Stadt"). Ich mache mir keine Hoffnung, dass standardmäßige
Kultur-Förder-Strukturen Artist Taxi eine müde Mark zuwerfen.
Das Projekt hat nun (11.7.2014 schreibe ich das) sein
klares Fahrwasser, und der Preis für die nächste Veranstaltung wurde hiermit
genannt. An mir liegt´s nicht, wenn das Artist Taxi bei Nummer Sex
stehenbleibt, sondern an den nichtzahlenden Standard-Kultur-Manipulatoren
:-) |
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Blick in die regionale
Nachbarschaft: Links eine tolle Einladung
zum "Vagabunden-Kongress" 2014, mit einem feinen Text "Die Herberge für alle
öffnet":
Klasse, ey! Die Akteure haben von ihrer Herkunft her erst mal keine Chance zum Geldausgeben.
Entsprechend mutete das tatsächliche Programm auf den weiteren Seiten dieses
Prospektes dann auch leicht hohl an, angesichts des kritischen wie
auch farbenprächtigen Potentials, das im Vagabunden-Aufruf steckte.
Dieser Aufruf erscheint mir wie eine Vision, die z.B. ich
mit gezielten Inhalten füllen könnte. Künstlerischer Arbeitsaufwand: 3
Monate - dann ist organisatorisch noch nichts getan.
Diese Einschätzung geht davon aus, dass die
Veranstalterinnen des Vagabunden-Kongresses die inhaltliche Substanz ihres
eigenen Aufrufs - auch wenn sie etwas Kohle hätten - nicht so ganz füllen
würden.
Weg von der Behauptung einer Anarchie würde dann
allerdings ein hierarchischer Zustand verkauft: Nicht ein bunter Haufen
vagabundiert kreativ, sondern wenige Macher leiten Attraktives in die Wege. Im Prinzip sehe ich in meinem "Artist Taxi" einen (relativ kleinen, aber
inhaltlich gefüllten) Vagabunden-Beitrag zur Kunstwelt. Auf Füllen dieses
Beitrags durch weitere Gratisleistung verzichte ich und applaudiere hier nur
mal unseren geldfrei operierenden Vagabunden. |