| Historisches Fundstück: Im Jahr 1993 bereiteten mehrere Organisatoren und einige
Künstler eine Ausstellung mit Medien- und Aktionskunst in einem Wald, mit
einem Waldheim in der Mitte vor - die "GIGA" = "Gegen-IGA". "IGA" meint
"Internationale Gartenausstellung".
Es ging uns darum, dem flachen Pomp einer
Gartenausstellung mit dem Tiefgang des Undergrounds entgegenzutreten.
Zur Vorbereitung fuhren wir, na wo hin wohl, mit einem
Kleinbus in einen
Wald. Jemand spendierte eine Blockhütte, und da verbrachten wir nach meiner
Erinnerung drei Tage und zwei Nächte.
|
Als meine Rolle wählte ich das Eingehen
auf Momente und Menschen dieses Treffens. Das blieb nicht beim Plaudern
stehen, sondern ich gab Impulse für kurze Filmhandlungen und fotografierte
mit der Tendenz zur Surrealisierung von Szenen. Unter anderem schenkte ich den
Teilnehmern einen "Reisebericht". Der passt bereits wie angegossen zu meiner
fünfzehn Jahr später erst wachsenden Artist-Taxi-Idee. Im Prinzip, mit
stetigem Ernstgeräusch, über dem aber Gelächter schwebt, also mit dieser
irritierenden Art von Humor, bei der manche Leute richtig böse werden, weil
eben das Ernsthafte nur übertrieben und nicht irgendwo
gebrochen wird, erkenne ich diese Früh-Aktion als erste Artist-Taxi-Aktion. |